Nahrungsergänzungsmittel: Warum ich heute bewusster auswähle als früher

Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen.
Sie können jedoch sinnvoll sein, wenn ein erhöhter Bedarf besteht oder bestimmte Nährstoffe gezielt ergänzt werden.

Dieser Beitrag beschreibt, warum ich heute bewusster auswähle als früher und welche Rolle Nahrungsergänzung in meinem Alltag spielt.

Schon während meiner Zeit mit Krafttraining habe ich begonnen regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Seitdem sind Magnesium, Vitamin D, Zink und Omega3 regelmäßiger Bestandteil meines Alltags. In dieser Zeit habe ich mich mit Ernährung beschäftigt, Supplements ausprobiert und grundsätzlich darauf geachtet, meinen Körper gut zu versorgen.

Trotzdem hat sich mein Blick darauf in den vergangenen zwei Jahren grundlegend verändert.

Heute nehme ich Nahrungsergänzungsmittel viel bewusster. Ich möchte wissen, warum ich etwas nehme, was ich mir davon erwarte und vor allem: Was passiert in meinem Körper damit?

Mir geht es nicht darum, möglichst viel zu supplementieren. Und vorallem nicht, weil es gerade empfohlen wird.

Ich möchte verstehen, bewusst entscheiden und beobachten.

Spoiler: Ich bin heute ganz klar pro Nahrungsergänzung.

Warum sich mein Blick auf Nahrungsergänzung verändert hat

Meine Erkrankung hat dazu geführt, dass ich Medikamente, Nahrungsergänzung und die Reaktionen meines Körpers viel genauer hinterfrage als früher.

Im Zusammenhang mit Post Covid habe ich in den vergangenen zwei Jahren verschiedene Medikamente verschrieben bekommen, darunter auch Wirkstoffe, die teilweise off-label eingesetzt werden.

Meine Erfahrungen damit waren ernüchternd.

Manche haben kurzfristig etwas verändert. Andere habe ich gar nicht vertragen. Und bei einigen hatte ich rasch das Gefühl, dass mein ohnehin sensibles System mit den Nebenwirkungen mehr beschäftigt war als mit dem ursprünglichen Problem.

Nicht selten stand sogleich das nächste Medikament im Raum, um genau diese Beschwerden wieder abzufangen.

Das war für mich der Punkt, an dem ich begonnen habe, noch genauer hinzusehen und zu hinterfragen.

Für mich persönlich reicht es nicht, nur Symptome zu behandeln. Ich möchte verstehen, was dahinter steckt und welche Zusammenhänge möglicherweise eine Rolle spielen.

Vom Einnehmen zum Verstehen

Nahrungsergänzung bedeutet für mich keinesfalls, möglichst viele Produkte einzunehmen oder sie als Ausrede zu benutzen, weniger genau auf meine Ernährung zu achten. Ich sehe sie als das, was sie ist: Ergänzung.

Ich möchte Zusammenhänge verstehen, bewusst auswählen und aufmerksam beobachten, wie mein Körper reagiert. Und ihm auch die Zeit geben, überhaupt reagieren zu können.

Im Zuge meiner Erkrankung habe ich gelernt, meinem Körper viel besser zuzuhören und hinzuschauen.

Was verändert sich? Was tut mir gut? Was vertrage ich nicht? Und ist eine Veränderung tatsächlich dauerhaft oder fühlt sie sich nur für ein paar Tage besser an?

Diese Frage stelle ich mir heute bei Medikamenten genauso wie bei Nahrungsergänzungsmitteln. Denn auch eine ärztliche Empfehlung nimmt mir nicht die Verantwortung ab, darauf zu achten, wie mein Körper reagiert und was sich für mich langfristig stimmig anfühlt.

Gleichzeitig habe ich begonnen, mich intensiver mit den Zusammenhängen hinter meinen Beschwerden zu beschäftigen und zu recherchieren. Mit Nährstoffen, Mitochondrien, Entzündungsprozessen, Darmgesundheit oder der Frage, welche Rolle Ernährung und Versorgung für verschiedene Körperfunktionen spielen.

Nicht mit dem Anspruch, selbst Medizin zu studieren oder schlauer als Mediziner zu sein. 

Sondern weil ich meinen eigenen Körper besser verstehen möchte und dadurch besser erklären kann, was in welchem Kontext passiert.

Und genau dadurch haben Nahrungsergänzungsmittel für mich einen völlig anderen Stellenwert bekommen.

Ich schaue bewusst hin, was für mich sinnvoll sein kann und taste mich langsam heran. Nicht gleich fünf neue Dinge gleichzeitig.

Nicht alles, was ich ausprobiert habe, ist geblieben. Manches habe ich zu Beginn nicht vertragen, einige Wochen später ging es plötzlich. 

Bei einigen Supplements habe ich allerdings Veränderungen beobachtet, die für mich relevant sind.

Heute bin ich wesentlich gezielter in der Auswahl meiner Nahrungsergänzungsmittel und auch im Hinblick auf den Hersteller.

Persönliche Erfahrung ist kein Wirkversprechen

Was bei mir funktioniert oder was ich bei mir beobachte, lässt sich nicht automatisch auf andere Menschen übertragen.

Gerade bei Nahrungsergänzung finde ich diese Unterscheidung wichtig.

Wenn ich beispielsweise beobachte, dass sich mein Hautbild verändert oder bestimmte Beschwerden geringer werden, ist das zunächst genau das: meine persönliche Beobachtung.

Sie beweist nicht, dass ein einzelnes Supplement dafür verantwortlich war. Und sie sagt auch nicht voraus, wie ein anderer Körper darauf reagieren wird.

Unser Körper funktioniert schließlich nicht unter Laborbedingungen. Ernährung, Erkrankungen, Medikamente, Lebensstil und viele andere Faktoren wirken gleichzeitig zusammen.

Meine Erfahrungen sind deshalb für mich ein wichtiger Teil der Einordnung – aber kein allgemeines Wirkversprechen.

Was heute zu meiner Routine gehört

Meine heutige Supplement-Routine ist über längere Zeit entstanden. Nicht alles kam gleichzeitig dazu und nicht alles, was ich ausprobiert habe, ist geblieben.

Magnesium begleitet mich beispielsweise schon seit meiner Trainingszeit. Heute verwende ich Magnesiumbisglycinat am Abend, weil ich es gut in meine Abendroutine passt und mich persönlich beim einschlafen gut unterstützt.

Omega-3 nehme ich ebenfalls schon seit einigen Jahren. Während früher vor allem EPA in meinem Fokus stand, achte ich heute stärker auf DHA. Seit dieser Veränderung beobachte ich bei mir unter anderem weniger Beschwerden mit meinen Augen und eine bessere Verträglichkeit für meinen Magen.

Vitamin D3 und K2 gehören ebenfalls zu meiner Basis. Vitamin D ist dabei eines der wenigen Supplements, bei denen ich meinen Wert tatsächlich regelmäßig bestimmen lasse.

Zink nehme ich vor allem deshalb regelmäßig, weil ich bei mir einen deutlichen Unterschied an meiner Haut beobachte.

Spermidin kam erst durch meine intensivere Beschäftigung mit Post Covid und der Frage hinzu, welche Rolle Mitochondrien und zelluläre Prozesse bei der Energieversorgung des Körpers spielen könnten.

Und seit Kurzem beschäftige ich mich auch intensiver mit Darmgesundheit und dem Mikrobiom. 

Probiotika sind deshalb noch ein relativ neuer Bestandteil meiner Routine.

Mehr zum Thema

In den kommenden Wochen werde ich weitere Beiträge rund um Nahrungsergänzungsmittel veröffentlichen. Dabei ordne ich einzelne Nährstoffe und Supplements verständlich ein und teile meine persönlichen Erfahrungen sowie Beobachtungen.

  • Magnesium
  • Omega-3
  • Vitamin D3/K2
  • Zink
  • Spermidin
  • Darmgesundheit & Mikrobiom

Dabei unterscheide ich bewusst zwischen wissenschaftlicher Einordnung, persönlicher Erfahrung und eigenen Beobachtungen.

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